Für das Jahr 1319 ist bereits eine Überfuhrverbindung über die Donau ins gegenüberliegende Marbach belegt. Im 16. Jhd. wurde das Schloss Krummnußbaum neu erbaut - der Schauplatz für den Roman "Jesse und Maria" von Enrica von Handel-Mazetti. In der Zeit Maria Theresias wurde dem Schiffmeister von Krummnußbaum die Schiffmeister-Konzession verliehen. 1858 brachte die Eröffnung der Kaiserin-Elisabeth-Bahn (später als "Westbahn" bezeichnet) den Anschluss an das moderne Verkehrsnetz.
1935 erfolgte die Erhebung von Krummnußbaum zur Marktgemeinde.
Eine eigene Pfarre sind wir erst seit 1956, nachdem wir ab 1948 eine Pfarrexpositur von Pöchlarn gewesen waren.
Vorher gehörte unser Ort zur Pfarre Pöchlarn und auch unsere Toten wurden in Pöchlarn auf dem Friedhof bestattet.
Die erste Kirche im heutigen Gemeindegebiet von Krummnußbaum wurde um 1400 im Ortsteil Holzern erbaut: die auf einer Anhöhe liegende heutige Filialkirche Holzern, die dem Hl. Nikolaus geweiht ist.
Eine erste Kirche im Ort Krummnußbaum, der im Donautal liegt, wurde 1908-1912 erbaut und 1930 und 1953 erweitert. Seit 1973 haben wir an der Stelle dieser Kirche unsere heutige moderne Pfarrkirche, die vom St. Pöltner Architekten Paul Pfaffenbichler geplant wurde.
Seit 1949 haben wir in Krummnußbaum auch einen eigenen Friedhof – er wurde als Pfarrfriedhof errichtet, ist aber inzwischen in die Verwaltung der Marktgemeinde Krummnußbaum übergegangen.

Filialkirche Holzern
Die kleine gotische Kirche auf einer Anhöhe im Ortsteil Holzern der Marktgemeinde Krummnußbaum ist dem hl. Nikolaus, dem Patron der Schiffer, geweiht. Sie wurde in der ersten Hälfte des 15. Jhdt. errichtet.
Sie wird von den Einheimischen auch als "Roßkircherl" bezeichnet. Es gibt verschiedene Erklärungen, woher diese Bezeichnung stammt. Die wahrscheinlichste ist, dass diese Kirche lange Zeit den Donauschiffern dazu diente, dort ihre Schlepp-Pferde segnen zu lassen. Jedenfalls aber diente die Kirche vielen Donauschiffern dazu, nach oder vor der Durchfahrt durch die gefährlichen Donauabschnitte des Strudengaus und der "Bösen Beuge" zum Patron der Schiffer zu beten.
Man nimmt an, dass der viereckige Turm im 17. Jhdt. einen achteckigen Aufsatz bekam. Im Chor der Kirche befinden sich sehenswerte Glasmalereien aus dem 15. Jhdt.
Die Filialkirche Holzern konnte in den letzten Jahrzehnten dank der Spendenfreudigkeit der Krummnußbaumer komplett restauriert werden.